1 Gruppenfoto mit vorgehaltener Hand. Was für eine tolle Symbolik.

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Horst Schulte

Gruppenfoto
Ihm gehört die Zukunft. Die machen es hoffentlich besser.

Wer hätte das gedacht, dass sich die deutschen Nationalspieler zu so albernen Gesten hergeben? Ein Gruppenfoto mit vorgehaltener Hand. Tolle Symbolik. Und noch viel toller war dann die spielerische Leistung unserer Elf. Angeblich haben sie gut gespielt, aber die Chancen liegen lassen. Tja, kann passieren. Nicht immer ist schließlich Brasilien.

Fehlende Begeisterung für die WM

Nun, trotz meiner heuer fehlenden Begeisterung für diese Fußball-WM und meiner heutigen Abstinenz (wir haben den Besuch in einem Möbelhaus im 30 Kilometer entfernten Frechen vorgezogen), hätte ich es doch schöner gefunden, die Deutschen hätten gegen Japan gewonnen.

Jedenfalls hätte ich nicht geglaubt, dass die Mannschaft ihre Chance auf ein Weiterkommen so kläglich aufs Spiel setzt! Jetzt sieht es nämlich ziemlich mies aus. Oder wie, glauben Sie, stehen die Chancen für diese mangelhaft eingestellte Mannschaft gegen Spanien?

Gruppenfoto mit billiger Symbolik

Aber gut, die Geste war ja so manchem ohnehin viel wichtiger als der blöde Fußball. Ich fand sie einfach nur hochnotpeinlich. Darauf hätte man sich nicht einigen sollen. Wer diese Idee wohl hatte? Ich glaube, es war Bierhoff. Dem traue ich das am ehesten zu.

Mögliche Alternativen für ein nachhaltiges Gruppenfoto

Ich hätte gut gefunden, wenn alle deutschen Spieler mit der Armbinde aufgelaufen wären oder – wenn das schon nicht drin war, wenn sich alle ihr Haupthaar in Regenbogenfarben eingefärbt hätten. In diesem Falle wäre der Schmerz über das miese Fußballspiel etwas kleiner. Aber he, diese WM hat nichts von den Turnieren, die ich seit 1966 treu, wie nur was, in meinem Leben verfolgt habe.

Vielleicht werden die Zuschauerquoten noch mieser sein als die mangelnde Begeisterung der Katarer und Katarerin (sind letztere eigentlich in den Stadien zugelassen?), die im Moment unangenehm auffällt. Laut einem Kicker-Artikel von gestern war noch keines der bisherigen Spiele ausverkauft.

Ich heiße Horst Schulte und bin 68 Jahre alt. Ich lebe seit meiner Geburt in der schönen Stadt Bedburg, nicht weit von Köln entfernt. Bloggen und digitales Fotografieren sind meine Hobbys. Die Themenschwerpunkte hier im Blog bilden Gesellschaft, Politik und Medien.

Mein Motto: ... bloß nicht zynisch werden



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Beitragsfoto von (sofern nicht von mir oder nicht Public Domain):

2 Gedanken zu „1 Gruppenfoto mit vorgehaltener Hand. Was für eine tolle Symbolik.“

  1. Ich tue mir diesen FIFA-WM-Unfug auch nicht an, gar nicht. Habe gestern Abend aus den Nachrichten erfahren, dass die deutsche Mannschaft verloren hat. Und habe dabei ganz kurz das Mannschaftsfoto im Hintergrund der Nachrichtensprecherin gesehen. Die „Geste“ war wohl schon sehr beeindruckend. Ich glaube (!) gehört zu haben, dass es unmittelbar nach Veröffentlichung des Bilds eine FIFA-Krisensitzung gegeben hat, wo intensiv beratschlagt wurde, ob man nach dieser unvorhersehbar mächtigen und wirkungsreichen „Geste“ überhaupt so weitermachen kann wie bisher. FIFA wie Kataris waren höchst geschockt.

    Was sollte diese „Geste“ nochmal bedeuten? Dass man wegen Sanktionsandrohungen keine Stellung mehr bezieht UND ab sofort auch nichts mehr dazu sagen wird?

    Ich glaube, man gibt zu verstehen, dass man das (für jedermann seit vielen Jahren sichtbare, weil ganz offen zur Schau getragene) Betragen dieses Weltverbandes des Geldscheffelns und Kuschelns mit Despoten nicht so ganz gut findet — ABER man hier ja Fußball spielen will!

    Da kann man vielleicht, wie die Iranischen Spieler, sein Leben oder seine Freiheit riskieren, aber doch nicht eine GELBE KARTE! Mein Gott, da könnte eine ROTE folgen, was der WELTUNTERGANG wäre. (Naja, zumindest das Ende des Fußballs in Deutschland).

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  2. Der angeblich doch so mächtige DFB hat in diesem Spiel der korrupten Fifa nichts zu melden, weil sich der Verband duckt wie ein Mäuschen. Immer gehts nur ums Geld. Ein korrupter, widerlicher Haufen von Sportfunktionären, die in schönster Kooperation mit dem IOC richtig gut zusammenpassen.

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