Journalismus: Warten auf das nächste Event

Im Journalismus haben sich Regeln verändert. Während sich ganze Heerscharen von Fotojournalisten in Rom versammeln, um den von Papst Franziskus angekündigten, baldigen Tod seines Vorgängers nicht zu verpassen, schreibt der Spiegel heute wieder mal einen Panikartikel über einen möglichen Blackout in Deutschland. Vom Boulevard darf man nichts erwarten. Warum begeben sich immer mehr Medien auf dieses Niveau hinab?

Titel: »Deutschlands Angst vor dem Blackout». Eine Nummer kleiner haben es die fünf Spiegel-Journalisten nicht. Wenn die Flitzpipen vom Spiegel pauschal von »Deutschlands Angst« schreiben, übernehmen sie die Vorurteile, die ihre Kollegen aus anderen Ländern gern auf diese Formel bringen. Die unsägliche Entdeckung der sogenannten German Angst sollte von verantwortungsbewussten Journalisten in einem korrekten, konstruktiven Kontext behandelt werden aber doch nicht in dieser schäbigen Art und Weise!

Ich frage mich immer häufiger: Bis zu welchem Punkt darf man Medien noch als seriös bezeichnen?



2 Gedanken zu „Journalismus: Warten auf das nächste Event“

  1. Ich würde mir wünschen, @Horst, dass bald ein Sättigungsgrad erreicht wird, der die Panikhype`s der Medien zukünftig mehr und mehr ins Leere laufen lässt. Obwohl,.. na ja,….. die Hoffnung stirbt………

    Nun, heute Abend ist der Jahreswechsel und das Schöne daran ist, das wir uns erinnern, den Menschen in unserem Umfeld „Alles Gute“ zu wünschen.

    „Alles Gute“ dir Horst, deiner Frau und deinen Lieben für das neue Jahr 2023 sendet dir aus Leipzig, – in euer gemütliches Wohnzimmer im beschaulichen Bedburg, Menachem

    Antworten

Schreibe einen Kommentar


Hier im Blog werden bei Abgabe von Kommentaren keine IP-Adressen gespeichert! Deine E-Mail-Adresse wird auf keinen Fall veröffentlicht.

Meine Kommentar-Politik: Ich mag Kommentare, und ich schätze die Zeit, die du zu dem Zweck investierst, Ideen auszutauschen und Feedback zu geben. Nur Kommentare, die als Spam oder eindeutig Werbezwecken dienen, werden gelöscht.



Quellenangabe: Beitragsfoto von (sofern nicht von mir oder nicht Public Domain):